Weltliche Fresken

Fresken, die die Familie der Kirchenbesitzer darstellen, befinden sich im vorderen Teil der westlichen Nische. Rechts vom Eingang sind die Eltern dargestellt, und links – die Kinder. In den Händen halten die Eltern, die unter dem Rosenbogen stehen, die Kirche in Miniatur, die freie Hand strecken sie zum Gebet aus. Über der Miniatur ist Christus dargestellt, mit der rechten Hand segnet er die Kirche, mit der linken – die Ehefrau des Besitzers. In den Ecken des Bildes, unter Christus, stehen Gottesmutter und Johannes der Täufer, die sich zu ihm wenden.

An den Fresken, welche die Kirchenbesitzer darstellen, kann man sich sehr gut vorstellen, wie die Leute in damaligen Zeiten ausgesehen haben. Die Kleidung der Besitzer ist von Interesse. Der Mann trägt einen Chiton, über den ein mit Pelz gefütterter dunkelroter Mantel mit vorderem Schlitz und kurzen Ärmeln gezogen ist. Der Mantel hat einen Gürtel, auf einer Seite hängt ein weißes Tuch herunter, und auf der anderen Seite sieht man eine Tasche. Ein grauhaariger Familienvater trägt eine scharlachrote Kopfbedeckung, die den heutigen Bedeckungen der Priester ähnelt. Die Frau ist in gleichfarbendem wallendem Gewand mit langen Ärmeln dargestellt. Sie hat einen Schleier.

Drei Kinder sind mit unbedeckten Köpfen und zum Gebet gekreuzten Händen dargestellt. Während die Eltern in dunklen Farben gezeichnet sind, ist die Darstellung der Kinder hell und freudig, einerseits wegen der gebündelten Sträucher und andererseits, wegen der um den Kinderköpfen gezeichneten weißen Vögel. Der leere Platz ist mit den Namen der verstorbenen Kinder gefüllt. Alle drei Kinder sind mit großer Ähnlichkeit, aber ohne Plastizität, die für weltliche Porträts jener Zeit typisch ist, dargestellt, – da wir hier mit kirchlicher Malerei zu tun haben.